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Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft

Landesverband Brandenburg e.V. - Kreisverband Havelland

"Märkischen allgemeinen Zeitung" am 16.12.2008.

Jetzt mit Anhänger:

Wasserretter im Havelland können Geräte und Gepäck transportieren

 

DALLGOW-DÖBERITZ - „Endlich hat die Bettelei ein Ende“, freut sich Nils Jungius, der Vorsitzende der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft Havelland (DLRG). Seit kurzem haben die Lebensretter einen eigenen Anhänger, in dem sie ihre Geräte transportieren können oder das Gepäck der Kinder und Jugendlichen, wenn es auf Jugendfahrt geht. Dann passen auch die Zelte in den etwa drei Meter langen und 1,80 Meter hohen Hänger.

Die Hinweise auf die Sponsoren des schätzungsweise 4500 Euro teuren Gerätes kleben am Heck und der Steuerbordseite, also rechts. Schließlich hat man es mit Wasserrettern zu tun, da darf ein seemännischer Fachbegriff nicht fehlen. Insgesamt fünf regionale Firmen haben finanziell geholfen, dass die DLRG zu ihrem Hänger kam.

Gezogen wird der übrigens von einem VW-Methusalem. Der Bus ist Baujahr 1981 und damit nur drei Jahre jünger als Nils Jungius, der 30 ist. Deutlich jünger ist der DLRG-Kreisverband. Gegründet wurde er 2001. Rund 130 Mitglieder zählt er, davon sind 80 bis 90 Kinder und Jugendliche. Die DLRG Havelland ist damit einer der Vereine, die sich um den Nachwuchs nur wenige Sorgen machen müssen.

Um die 50 Einsätze verzeichnen die Lebensretter für das abgelaufene Kalenderjahr, davon waren aber nur zehn Wasserrettungseinsätze, berichtete Jungius. Unter anderem sei man auf dem Bundesjugendtreffen der IG Bau, Chemie, Elektro in Gnewikow am Ruppiner See präsent gewesen, habe das Sommerfest in Berge organisiert, das 24-Stunden-Schwimmen in Nauen und unterstütze die Freiwillige Feuerwehr in Rathenow: „Mit den Wehren der Umgebung arbeiten wir viel zusammen. Auch in der Ausbildung“, sagte Jungius.

Aktiv sei man auch bei der Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen, denn „sie müssen lernen, die Gefahren des Wassers zu erkennen“, so Jungius. Mit dem neuen Anhänger kann nun zu neuen Einsätze gefahren werden. Im Wasser und außerhalb des Wassers. (Von Werner Schmidt)